TTY Grundwissen

TTY ist die Abkürzung für TeleTYpewriter. Mit einer Schreibmaschine kann so gesehen Eingaben machen und sie erzeugt Ausgaben. Als Synonym dafür verwenden wir Terminal. Die hier gezeigten Methoden funktionieren zum Teil nicht an Terminalemulatoren, wie z.B. xterm, denn es werden nicht notwendigerweise alle Terminalfunktionen emuliert. Ich rate zum Testen dazu an ein echtes Terminal zu wechseln. Das geht i.d.R. mit [STRG]+[ALT]+{[F1]-[F12]}

Name von TTY

Ein Terminal unter Linux ist in der Regel als virtuelles Gerät auch unter /dev/ zu finden.
Wie das aktuelle Terminal heißt, lässt sich mit tty herausfinden, zum Beispiel:

Starten und Stoppen von TTY’s

Weil ja Geräte erstellt werden, kann nur der root-nutzer echte Terminals erstellen und wieder löschen

Zeile 1
zeigt Ordnerinhalt an und beendet die Konsole. Das -- trennt die Parameter vom Befehl.
Zeile 3
Startet eine login-shell auf tty12

Eigenschaften von TTY

Das virtuelle Terminal hat wie ein reales Anzeigegerät (z.B. ein zweizeiliges Display im Towergehäuse) verschiedene Eigenschaften, die sich mit stty abfragen lassen.

Zeile 1
Informationen über die Anzahl der darstellbaren Zeilen, wie schnell wir auf dem Display schreiben können und so weiter
Zeilen 2-4
Das ^-Symbol steht für die [STRG]-Taste. Damit teilt uns stty mit, dass wir anstelle von [BACKSPACE] auch [STRG][?], also auf dem deutschen Keyboard [STRG]+[SHIFT]+[ß] drücken können, um den letzten Buchstaben zu löschen.
Zeilen 5-10
Dazu schaut man am besten in man stty nach. Dort steht, wofür die ganzen Parameter stehen. Ein paar Beispiele kommen aber gleich.

Manipulation von Eigenschaften

Mit stty lässt sich das Verhalten des Terminals aber auch verändern:

Zeile 1
schaltet Übersetztung ein, die alle Großbuchstaben in Kleinbuchstaben umwandelt
Zeile 2
schaltet die Übersetztung wieder aus. Das -F ist zum Glück optional 🙂
Zeile 3
deaktiviert [STRG]+[C] auf der Konsole
Zeile 4
beschränkt die Anzeige auf 20 Zeilen

max,